Gebrauchte Konsolen und Controller von PlayStation, Nintendo und Xbox als Kaufberatung

Gebrauchte Konsole kaufen: Die Ultimative Checkliste!

Eine gebrauchte Konsole kann deutlich günstiger sein als ein Neugerät und ist gerade bei älteren Systemen oft die einzige Möglichkeit, bestimmte Spiele noch auf der originalen Hardware zu spielen. Der Zustand gebrauchter Konsolen kann jedoch stark variieren.

Ein sauberes Gehäuse allein sagt noch wenig darüber aus, ob Laufwerk, Controller, Anschlüsse und weitere Funktionen zuverlässig arbeiten. Mit dieser Checkliste kannst du Angebote für PlayStation, Nintendo und Xbox besser beurteilen und typische Fehlkäufe vermeiden.

1. Das genaue Konsolenmodell bestimmen

Viele Konsolen wurden während ihrer Lebenszeit in mehreren Versionen veröffentlicht. Diese können sich bei Speicherplatz, Stromverbrauch, Anschlüssen, Laufwerk und technischer Zuverlässigkeit unterscheiden.

Beispiele dafür sind:

  • PlayStation 4, PlayStation 4 Slim und PlayStation 4 Pro
  • Xbox One, Xbox One S und Xbox One X
  • Nintendo Switch, Switch Lite und Switch OLED
  • PlayStation 2 Fat und PlayStation 2 Slim
  • Xbox 360 Arcade, Elite, Slim und E

Die genaue Modellnummer befindet sich normalerweise auf einem Aufkleber an der Rück- oder Unterseite der Konsole. Bei höherpreisigen Geräten sollte sie vor dem Kauf geprüft werden.

2. Wurde die Konsole vollständig getestet?

Die Aussage „funktioniert“ ist bei einer gebrauchten Konsole zu ungenau. Idealerweise wurden mehrere Funktionen separat getestet.

Dazu gehören:

  • Bild- und Tonausgabe
  • Laufwerk beziehungsweise Modulschacht
  • Controller-Verbindung
  • USB- und weitere Anschlüsse
  • WLAN und Netzwerkverbindung
  • Speicher und Systemmenü
  • Ladefunktion bei Handheld-Konsolen

Bei Konsolen mit Disc-Laufwerk sollte nicht nur geprüft werden, ob die Disc eingezogen wird. Ein vollständiger Spielstart ist deutlich aussagekräftiger.

3. Auf ungewöhnliche Geräusche achten

Ein hörbarer Lüfter ist bei vielen älteren Konsolen normal. Sehr lautes Schleifen, Rattern oder dauerhaft starkes Hochdrehen kann jedoch auf Verschleiß, starke Verschmutzung oder ein Problem mit der Kühlung hinweisen.

Auch Laufwerke dürfen beim Einlesen einer Disc Geräusche machen. Wiederholtes Klicken, lange Ladezeiten oder häufige Lesefehler sind dagegen Warnzeichen.

4. Controller auf Stick-Drift und Tastenfehler prüfen

Controller gehören zu den häufigsten Schwachstellen gebrauchter Konsolen. Besonders wichtig ist die Prüfung der Analogsticks.

Typische Fehler sind:

  • Stick-Drift ohne Berührung
  • schwergängige oder klemmende Tasten
  • defekte Schultertasten
  • ausgeleierte Analogsticks
  • Verbindungsabbrüche
  • schwache oder defekte Akkus

Bei Nintendo-Switch-Angeboten sollten beide Joy-Cons einzeln getestet werden. Bei älteren PlayStation- und Xbox-Controllern lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Kabel, Akkufach und Ladeanschluss.

5. Anschlüsse kontrollieren

Beschädigte HDMI-, USB- oder Stromanschlüsse können eine Konsole unbrauchbar machen oder später hohe Reparaturkosten verursachen.

Die Anschlüsse sollten:

  • fest im Gehäuse sitzen
  • keine verbogenen Kontakte aufweisen
  • nicht übermäßig verschmutzt sein
  • bei leichter Bewegung keine Bild- oder Stromaussetzer verursachen

Besonders HDMI-Anschlüsse können durch häufiges oder schräges Einstecken beschädigt werden.

6. Das richtige Netzteil prüfen

Zum Lieferumfang sollte ein passendes und technisch einwandfreies Netzteil gehören. Bei manchen Konsolen ist das Netzteil intern verbaut, bei anderen wird ein externes Netzteil benötigt.

Ungeeignete oder sehr günstige Ersatznetzteile können zu Verbindungsproblemen, Störgeräuschen oder im schlimmsten Fall zu Schäden führen. Bei Originalnetzteilen sollte das Kabel ebenfalls auf Brüche und beschädigte Isolierung geprüft werden.

7. Speichergröße und Erweiterungen beachten

Gerade bei PlayStation 4, PlayStation 5 und Xbox unterscheiden sich Angebote häufig durch die verbaute Speichergröße.

Vor dem Kauf sollte geklärt werden:

  • Wie groß ist der interne Speicher?
  • Wurde die Festplatte oder SSD ausgetauscht?
  • Ist eine Speicherkarte enthalten?
  • Wurde der Speicher vollständig gelöscht?

Bei älteren Konsolen wie PlayStation 1, PlayStation 2 oder Nintendo GameCube werden für viele Spiele zusätzliche Speicherkarten benötigt.

8. Benutzerkonten und persönliche Daten müssen entfernt sein

Eine gebrauchte Konsole sollte vor dem Verkauf auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Persönliche Benutzerkonten, Zahlungsinformationen und gespeicherte Zugangsdaten dürfen nicht mehr vorhanden sein.

Digitale Spiele oder eingelöste Downloadcodes gehören in der Regel zum Benutzerkonto und nicht dauerhaft zur Konsole. Aussagen wie „viele digitale Spiele installiert“ sollten deshalb nicht in den Kaufpreis eingerechnet werden.

9. Lieferumfang genau lesen

Auf Produktbildern sichtbares Zubehör muss nicht automatisch im Angebot enthalten sein. Entscheidend ist die ausdrücklich genannte Lieferumfangsliste.

Ein typisches Konsolenangebot kann enthalten:

  • Konsole
  • Controller
  • Netzteil oder Stromkabel
  • HDMI- beziehungsweise AV-Kabel
  • Originalverpackung
  • Anleitungen und Verpackungseinlagen
  • Spiele oder weiteres Zubehör

Fehlende Kabel sind bei modernen Konsolen meist leicht ersetzbar. Originale Controller, Netzteile, Verpackungen und spezielle Halterungen können dagegen deutlich teurer sein.

10. Was bedeuten OVP und CIB?

OVP bedeutet Originalverpackung. Der Begriff sagt nicht automatisch aus, dass sämtliche Einlagen, Anleitungen und Zubehörteile vorhanden sind. Eine gebrauchte Konsole in OVP ist außerdem nicht automatisch neu oder versiegelt.

CIB steht für „Complete in Box“. Der Begriff wird normalerweise für einen vollständigen Lieferumfang verwendet. Bei Konsolen sollte trotzdem konkret aufgelistet werden, welche Bestandteile enthalten sind.

Gerade bei Sammlerartikeln können fehlende Einlagen, Anleitungen oder Innenverpackungen den Wert deutlich beeinflussen.

11. Gebrauchsspuren realistisch einschätzen

Kleine Kratzer und leichte Spuren sind bei älteren Konsolen normal. Entscheidend ist, dass der tatsächliche Zustand transparent beschrieben und auf den Bildern erkennbar ist.

Genauer geprüft werden sollten:

  • Risse oder Brüche im Gehäuse
  • starke Vergilbung
  • fehlende Abdeckungen
  • beschädigte Schrauben
  • Aufkleberreste und starke Verschmutzungen
  • Rost oder Anzeichen von Feuchtigkeit

Bei hochglänzenden Konsolenoberflächen sind feine Kratzer oft unvermeidbar. Diese sind anders zu bewerten als tiefe Kratzer, Gehäusebrüche oder Beschädigungen an Anschlüssen.

12. Hinweise auf frühere Reparaturen beachten

Eine fachgerecht reparierte Konsole muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Der Verkäufer sollte größere Reparaturen oder Veränderungen jedoch transparent angeben.

Beschädigte Schrauben, gebrochene Garantiesiegel, schlecht sitzende Gehäuseteile oder Klebereste können darauf hinweisen, dass die Konsole bereits geöffnet wurde.

Bei umgebauten oder modifizierten Konsolen sollte außerdem geklärt werden, welche Veränderungen durchgeführt wurden und ob sich daraus Einschränkungen ergeben.

Gebrauchtkonsole privat oder beim Händler kaufen?

Bei privaten Angeboten kann der Preis niedriger sein. Gleichzeitig muss der Käufer Zustand, Funktion und Vollständigkeit häufig selbst beurteilen.

Bei einem gewerblichen Händler sollte der Artikel nachvollziehbar beschrieben werden. Produktbilder, Lieferumfang und bekannte Mängel sollten zum tatsächlich angebotenen Exemplar passen.

Bei NEVO Store werden gebrauchte Konsolen vor dem Verkauf geprüft und gereinigt. Zustand und Lieferumfang werden direkt im jeweiligen Produktangebot beschrieben.

Fazit: Gute Angebote erkennt man an den Details

Beim Kauf einer gebrauchten Konsole sollte nicht nur der Preis entscheiden. Eine vollständig getestete Konsole mit sauber beschriebenem Zustand und eindeutigem Lieferumfang ist oft die bessere Wahl als ein vermeintliches Schnäppchen mit unklaren Angaben.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • genaues Modell bestimmen
  • Funktionen und Laufwerk prüfen
  • Controller auf Stick-Drift testen
  • Anschlüsse und Netzteil kontrollieren
  • Lieferumfang vollständig lesen
  • Zustand anhand echter Produktbilder beurteilen

Aktuell verfügbare Geräte findest du in unseren Kategorien:

Zurück zum Blog